Das Online Magazin für den den richtig reifen Fliegenfischer.
07.09.2010, 17:23 Uhr
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So ist das Leben eben
Wenn hinter dir die Leine knallt, hängt eine Fliege mehr im Wald.
Koppeelfischerei-Gap
kleiner
reisebericht
des
hauptfischurlaubs 2007
liebes tagebuch,
nach einem dramatischen ersten
halben jahr mussten wir wieder raus.
es war dringend nötig.
dementsprechend groß die vorfreude. tagelang
wurde zusammengepackt; fliegen gebunden; allerlei aktivitäten
geplant;
freunde vor ort informiert und termine verabredet; equipment geputzt,
gewienert & poliert... selbst das auto glänzte wie
eine
speckschwarte!
die anreise verlief sowas von glatt
- wir flutschten einfach so bis
nach lermoos durch! die obligatorischen staus befanden sich alle auf
der gegenüberliegenden seite der autobahn.
die abfahrt nach GAP entlang der
l-bach ließ hoffnung keimen.
sollte nach jahren der enttäuschung eine perfekte fischerei
auf uns
warten? die l-bach sah jedenfalls danach aus! an der steinerer
brücke
der erste stopp und das super einladende, dahinfließende
wasser
bewundert in der
stadt schnell noch alle brücken über l-bach
& p-bach mitgenommen - super
jetzt aber schnell hoch nach
krün...
...das zelt stand gerade so, da
fiel der erste regen.
etwas später sah es dann
so aus:
regentropfen, die auf mein zeltdach tropfen...
drinnen saßen wir dann nicht gerade hochsommerkonform so da
rum:
uta:
zitter, schnief...
inselhopper:
kalte finger! kalte finger!...
liebliche tiefbaustellengeräusche weckten uns morgens um
0645...
schöne scheiße!
... dann gings zum fischen!
für freund jürgen a. hatte ich ein paar fliegen
gebunden und zusätzlich ein paar zum testen. da er erst in der
zweiten woche kommen konnte, testete ich sie schon einmal vor Wink ohne
konzentriert zu fischen fing das fliegenteil innerhalb einer 3/4 bis 1
std fünf feiste, wilde bachforellen um/bis 35 cm! nicht
schlecht. stierisch wie inselhopper war, ist mir, als es nun wirklich
nichtmehr zu übersehen war, aufgefallen, dass die fliege
l-bachuntypisch sehr gut bis fantastisch sichtbar war? des
rätsels lösung Arrow die bach war während
der einen stunde fischens weißlich eingetrübt und
führte sauber hochwasser Exclamation Exclamation
l-bach, erst so:
... dann so: sacre bleu!
liebes tagebuch, ab da fing die enttäuschung an.
im reiseführer für die gegend stand dick und fett:
"wenn es einmal regnen sollte ruhe bewahren!"
okay, dann gehen wir halt spazieren:
selbst die kanalisation war mit der masse an wasser von oben
überfordert!
auf die zugspitze wollen die bergschlappen von uta auch nicht mehr:
ein besuch in führers winterstation
war
auch angesagt.
wenn das der führer wüsste!
übrigens, hier gabs lecker fisch!!
billich unn guud
auch nicht schlecht die damenschuh & -socken hochsommer mode
2007:
schickes grün
gegen wochenende keimte hoffnung auf. das sah dann so aus:
mann/frau beachte: schatten!!
p-bach:
wasser: igitt!
am donnerstag hieß es "es wird schöner. der samstag
wird der schönste tag der woche.", sagte die nette
frauenstimme im radio. liebes tagebuch, bitte trage sorge, dass sie mir
niemals zwischen die finger gerät, bitte!
am freitag, nach dem besuch des bozener markts, gings spät
abends an die f-bach. da sie und der k-bach als allerletztes
eintrüben. als wir ankamen quollen mir die augen
über: hinter jedem stein ein aktiver fisch! kleine
grünliche steinfliegen waren mit der eiablage
beschäftigt. parallel dazu schlüpften und
schwärmten mittelgroße rotbraune
steinklammererfliegen. herz was willst du mehr?
am nächsten morgen um 0500 sollte die f-bach/k-bach wik
losgehen. so will es das gesetz Wink liebes tagebuch, verzeihe mir die
kurze unterbrechung - tränen müssen weggewischt
werden...
...nun geht es weiter.
noch vor den ersten tiefbauhandwerkern und ihrem schweren
baugerät weckte uns "der
samstag wird der schönste
tag!" REGEN! sofern man unwetterartige regenfälle
als regen
bezeichnen darf. der indikator für den wasserstand der beiden
hochgebirgsbäche zeigte mir an, dass fischen
unmöglich war. deswegen liebes tagebuch, blieben wir liegen.
du tagebuch, ich versuchte nicht verzweifelt zu wirken. uta bekam es
trotzdem mit, liebes tagebuch.
der sonntag war dann tatsächlich schön. so bis 1500.
dann wurde es saukalt.
das wars!
als am montagmorgen gegen 0500 erneut leichter regen einsetzte wars
definitiv rum mit urlaub in der gegend.
wie du weißt, liebes tagebuch, ist bis auf ein jahr
-rekordsommer!- noch jeder haupturlaub in der kante da unten ein
reinfall gewesen. mehr oder weniger. wieso das wetter nicht mag wenn
ich dort urlaub den fischurlaub verbringe, wird auf ewig
ungeklärt bleiben.
und die tage, erzähle ich dir, liebes tagebuch, von unserer
anfangs hoffnungsfrohen fischreise nach luxemburg.
übrigens, wieso muss ich zwangsläufig beim anblick
dieser lieblich am auto baumelnden mülltüte an lachs
denken?
kein lachs, dafür müll!
dein inselhopper
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
hallo leser!
noch einpaar worte warum die enttäuschung so groß
war eildieweil die vorfreude so groß war?
es gibt da unten in der kante kein schöner fischen. die
gewässer sind top gepflegt; die bäche im hochgebirge
sind absolut naturbelassen. die besitzer handeln was die
bewirtschaftung, pflege, fischdruck (brittelmaß, planvolle
entnahme, gewässeraufteilung - so das kein einseitiger
befischungsdruck aufkommt...), besatz (naturaufzucht via diverser
methoden), bebauungmaßnahmen (staatliche
zwangsmaßnahmen. zb hochwasserschutz) sehr, sehr umsichtig
und vorallem weitsichtig! bei allem tun und handeln steht der fisch im
vordergrund. die bebauungsmaßnahmen die zur zeit am laufen
sind beeinträchtigen die fischerei kaum. spannnend ist was
dabei heraus kommt. der abschnitt an der unteren grenze zum beispiel
hat an attraktivität gewonnen: schweres gestein wurde sinnvoll
ins bachbett eingebaut. so, dass eine verkiesung verhindert wird. dies
geschieht nicht einfach so, sondern da steckt echtes engagement
dahinter!
... und dann spielt das besch...eidene wetter nicht mit! aufgrund des
langen anfahrtweges von ü500 km ist ein urlaub - der ja auch
weit voraus geplant werden muss - zu annehmbaren wetterbedingungen
einfach nicht planbar.