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  Das Online Magazin für den den richtig reifen Fliegenfischer.   Brotfliege rss news  07.09.2010, 17:53 Uhr  
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Der Rogen der Barbe ist giftig.

Operation Herbstwolf


This is the end, beautiful friend the end....

Big_Mama

schon komisch, irgendwie ging mir dieser Song durch den Kopf als ich neben Mrs. Wolf in den Muscheln saß. Ob es eine Vorahnung war, dass dies mein letzter Wolf in diesen Tagen sein sollte, oder die Saison nun leider wirklich fast zu Ende war.
Ich weiss es nüt.


Zugetragen hat sich das Ganze jedenfalls Ende Oktober auf der letzten Expedition in Sachen Wolf. Selbiger sollte ja eigentlich um diese Zeit schon so langsam rückreisefertig gepackt haben.

Was macht man also, wenn noch Restfreizeit vorhanden, und das Wetter absolut mies ist?
Richtig! Man packt seine Sachen und fährt gen NorthSea, um sich da richtig einen verbraten zu lassen. Ich mein jetzt Wettermässig!

Gesagt getan, dass Fischereimobil machte sich also bei strömendem Regen auf den Weg. Der erste Treffer wurde dann von einem Auflieger eines Ost Autotransporters direkt auf meine Windschutzscheibe gelandet.
Super, Riss drin! 
Dabei viel mir Thomas ein, der eigentlich auch dabei sein wollte. Eine plötzliche Inkontinenz seines fahrbaren Untersatzes macht diesen Plan aber zunichte. Shit Happens! Aber nicht aufregen, weiter!

Am Ziel angekommen, musste dann erstmal das Basislager bei Windstärke "ich bleib gerad noch stehen" eingerichtet werden. Einziger Lichtblick: kein Regen.

Bekannt als alter Outdoorer, sowie Hotel und Pensionsmuffel brauch ich wohl nicht zu erwähnen, dass natürlement gezeltet wurde. Nur so ist man meiner Meinung nach hochflexibel unterwegs. Man weiss ja schliesslich nie, wo man eventuell noch hin muss.
HöhleHöhle
Geschafft - Höhle steht! Jetzt erstmal was essen und Prophylaxe Tee fürs abendliche Fischen aufsetzen.
Vielleicht legt sich der Wind bis dahin ja noch (die Hoffnung stirbt ja immer zuletzt..).
Anschliessend Plörren sortieren und Getackle checken, dann die Watpumps an und dick einpacken.
Endlich ab ans Wasser.
Dann die erste Ernüchterung: auf der Düne angekommen, musste ich feststellen, dass der Plan nur die Fliegenrute mitzunehmen nicht ganz so schlau war. Der Wind hatte anstatt weniger zu werden, nochmal nen Tacken zugelegt. Ja super, gefühlte 5Km zurück zur Karre und das Spinngetackle geholt.

Dann endlich Fischen, die erste Welle überraschte mich natürlich nicht beim Jacke zu machen. Nein wie auch!
Schöne Scheisse.

Nach einer Stunde fischen ohne lebendigen Kontakt (ungläubig von den diversen Michelinmännchen am Strand beobachtet), zweifelte ich doch ein wenig an der Genialität meines Vorhabens:

"Ja nee is klar Biene" Ende Oktober noch ein paar Wölfe, oder den einen Grossen auf den man immer wartet, aus der Rückreisewelle erwischen. Suuper Idee, weils in der Nordsee im Herbst auch so schön muckelig ist.

Kurz davor mir selbst in den Hintern zu beissen, wird meine Depression und Selbstbemitleidung durch einen Schlag in die Rute unterbrochen. Die Gräte am anderen Ende nutzt meine Unkonzentriertheit natürlich schamlos aus die Sau, und verabschiedet sich mit nem Winken an der Oberfläche gen Gibraltar. YES, und es geht doch!

Nachdem ich meine Körper- und Gehirnfunktionen wiedererlangt hatte, konnt ich dann noch 3 schöne Fische landen. Den Michelinmännchen war bei dem Anblick auf einmal der Hohn im Gesicht erfroren. Aber fotografieren konnten Sie auch nicht.
Eigentlich wollt ich eins, wo ich auch ganz drauf bin. Ich habs Ihnen extra zweimal gesagt.
Fische
Dunkel Kalt und Nass wars nü, und mit wahrscheinlich sehr breitem Grinsen im Gesicht trat ich den Rückweg zum Basislager an.
Da die Nordterrasse nicht wirklich nutzbar war, gabs den 22:00 Tee direkt im Bett. Ein Blick aufs Thermometer: kuschelige 6°C. Schnell noch SMS Rapport an die Rest-Brotflieger, dann hat mir irgendwer das Licht ausgeknipst.

Die nächsten Tage brachten vom Wind+Wetter her nix neues. Aber viele schöne Fische konnte ich als Enschädigung dafür noch landen. Allesamt heftig gut im Futter und mit der gebunkerten Energie noch anaboler wie sonst unterwegs. Der Hammer war ein knapp vierziger Bursche der mich mehr als 10 min. beschäftigt hat und dabei im Glauben lies er wär 60.
 

Die Grösste (am Anfang erwähnte) ging am 3ten Tag morgens ans Band. An der Stelle hatte ich noch eine Rechnung vom Vortag auf. Aber ihr Grosser Bruder kam an diesem Morgen leider nicht mehr vorbei.

Wie geplant, und zusätzlich angefixt ob der Fangmeldungen, kam Freitag dann die Nachhut: Christian I + II, Heike und Akira (Fischereihündin in Ausbildung). Jens hatte sich für Samstach im Morgengrauen angekündigt.
Karre
Heiss wie Frittenfett wurde ihre geplante Erweiterung des Lagers zu einer ernst zu nehmenden Aufgabe in der Dunkelheit.
Die Ruhe war damit dahin, aber einen Vorteil hatte die Sache: der Wind war seit einer Stunde weg, und man konnte somit den abend im Freien verbringen.
nozeltgeht doch
Wie wir am anderen morgen feststellen mussten, waren mit dem Wind allerdings auch die Wölfe verschwunden. Bis auf einen grösseren Nachläufer war nix mit Wolf. Dafür gingen aber Dorsch, Wittling (Jens die alte Lamettaschlampe, mit seinen ethisch nicht korrekten Ködern) Maifisch und Seestern ans Band.
stern
Wittling
Am Sonntach wurden die Karten dann wohl wieder neu gemischt. Vormittags wieder die vorgenannten üblichen Verdächtigen, aber Nachmittags konnte unser neues Dreamteam Heike u. Jens noch 3 Wölfe dingfest machen. Die Schweine!!!
wölfin
Nach dem Kaffee gings dann wieder zurück. Wie immer wars ne sehr schöne Zeit, die wir miteinander verbracht haben.

Bedankt, dass ihr mich in meiner Enklave besucht habt!

So kalt wars ja eigentlich auch nicht, gell.


So und nun noch ein paar schicke Fotos:

Vergleich Mageninhalt Fischer und Fisch
inhaltscampi
inhaltpfliegen
wolfischweine


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